Nachhaltigkeit
Gerade in der Rehabilitation ist Nachhaltigkeit tief verankert. Nachweislich schonen präventive Gesundheitsmaßnahmen und gut strukturierte Rehabilitationsaufenthalte das gesamtwirtschaftliche Gesundheitsbudget, vermeiden unnötige Eingriffe und erhalten langfristig die Gesundheit. Man kann also durchaus die These aufstellen, dass Nachhaltigkeit in der Genetik von Reha- und Präventionseinrichtungen liegt.
In der Johannesbad-Gruppe trifft dies nicht nur sprichwörtlich, sondern auch faktisch zu.
Mit Markus Zwick führt inzwischen die dritte Generation die Unternehmensgruppe. 2021 hat er für die Johannesbad Gruppe das Bestreben nach Klimaneutralität bis 2035 ausgelobt, denn "der Schutz der Umwelt ist für immer mehr Menschen und auch für uns als Unternehmen eine Herzensangelegenheit", so Markus Zwick.
Seitdem ist viel passiert und die Johannesbad Gruppe befindet sich auf einem guten Weg, dieses Vorhaben auch zu erreichen. Aktuell sparen wir jährlich mehr als 2.000 Tonnen des Treibhausgases Kohlenstoffdioxid im Vergleich zum Jahr 2012 ein.
Nachfolgend haben wir einige Beispiele ausführlicher dargestellt, um sie besser nachvollziehbar zu machen:
Energieprojekte
Bereits in 2014 haben wir ein großes Energieprojekt in der Rehaklinik Orscholz – Reha- und Gesundheitszentrum Saarschleife gestartet: Dabei wurde ein hocheffizientes Blockheizkraftwerk installiert, das sowohl Strom als auch Wärme für die Objektversorgung liefert. So können wir seitdem einen Großteil unseres Strombedarfs selbst erzeugen. Die Beleuchtung wird sukzessive auf LED Technik umgerüstet. Die Erneuerung der Gebäudeautomation und die Installation des Energie-Monitoringsystems waren ein wichtiger Schritt Richtung Digitalisierung der Gebäudetechnik und eine Voraussetzung für ein zukünftiges KI-System zur weiteren Energieoptimierung. Insgesamt konnte der Stromverbrauch der Klinik um rund 30% gesenkt werden (im Vgl. zu 2013).
Dieses Projekt war so erfolgreich, dass es als Leuchtturmprojekt für die nachfolgenden Umrüstungen an unseren anderen Standorten diente, so zum Beispiel auch in Bad Füssing:
Ein Blockheizkraftwerk versorgt Therme und Klinik mit Strom und Wärme. Zudem beziehen wir seit 2013 Öko-Nahwärme zur Objektversorgung. Den jährlichen Stromverbrauch haben wir um rund 20% reduziert durch neue hocheffiziente technische Gebäudeausstattungen gekoppelt mit einer neuen Gebäudeleittechnik sowie durch die Umstellung auf LED-Beleuchtung.
Photovoltaik
Im Sommer 2023 haben wir eine erste Photovoltaikanlage in Betrieb genommen, die auf dem Dach der Johannesbad Therme in Bad Füssing mit einer beachtlichen Leistung von 99,2 kWp unseren eigenen Solarstrom erzeugt. Gemeinsam mit unserem hocheffizienten Blockheizkraftwerk sind wir nun in der Lage, bis zu 70 % des Strombedarfs für die Johannesbad Therme und die Johannesbad Fachklinik in Bad Füssing selbst zu produzieren.
Im Vergleich zum konventionellen Strombezug von unserem Anbieter sparen wir dadurch beeindruckende 21,3 Tonnen CO2 ein! Weitere Photovoltaik-Anlagen sind bereits in konkreter Planung und werden uns auf dem Weg hin zu unserem Bestreben nach Klimaneutralität bis 2035 unterstützen.
Wassereinsparungen
Durch den unternehmensweiten Einsatz von wassersparenden Duschsets von Ecoturbino wird der Wasserverbrauch für Gäste und Patient:innen ohne Komfortverlust um rund ein Sechstel reduziert. Dadurch werden der Kalt- und Warmwasserverbrauch und gleichzeitig der CO2-Ausstoß wesentlich gesenkt. In konkreten Zahlen bedeutet das allein für die Therme und Klinik in Bad Füssing: Verringerung des Wasserverbrauchs um rund 17 Millionen Liter Wasser. Zusätzlich werden 630.000 Kilowattstunden Wärme und knapp 140 Tonnen des Treibhausgases Kohlenstoffdioxid eingespart.
Weitere Informationen dazu finden Sie hier.
Reinigung & Wäscherei
Durch den Einsatz von recycelten und zertifizierten Hygienepapieren verhindern wir eine weitere Abholzung von Urwäldern und unterstützen die nachhaltige Wiederaufforstung. 99 Prozent der von uns eingesetzten Hygienepapiere verfügen über entsprechende Nachhaltigkeitslabel wie z.B. EU Ecolabel, Blauer Engel oder Nordic Swan. Außerdem konnten wir den Papierverbrauch durch die Einführung innovativer Spender um rund zehn Prozent reduzieren. Auch im Bereich Müllsäcke arbeiten wir gerade am Austausch aller Produkte gegen zu 100 Prozent recycelte Ware.
Verwaltung
Nachhaltigkeit bedeutet für uns auch, Prozesse schlanker und effizienter zu gestalten. Durch die Optimierung unserer IT- und Druckinfrastruktur konnten wir 18 % weniger Drucker einsetzen und damit 220.000 kWh Strom und 77 Tonnen CO₂ einsparen.
Einkauf
Im Einkauf achten wir konsequent auf kurze Lieferketten und optimierte Anlieferungsrhythmen der LKWs, um den CO₂-Ausstoß möglichst gering zu halten. Bei unseren Ausschreibungen wird das Thema Nachhaltigkeit bzw. CSR (Corporate Social Responsibility) mit 25 % gewichtet und ist damit nach dem Preis der zweitwichtigste Entscheidungsfaktor.
Viele große und kleine Maßnahmen aus allen Bereichen unserer Unternehmensgruppe unterstützen uns bei unserem Bestreben nach Klimaneutralität bis 2035 .